Wenn Sie in den Patientenbereich wechseln möchten, klicken Sie bitte hier.

Behandlungsziele:
Patienten einbeziehen

Akuter Schmerz

Postoperative Schmerzen sind für den Patienten belastend, eine frühzeitige und adäquate postoperative Schmerztherapie hat daher einen hohen Stellenwert. Die Ziele des postoperativen Schmerzmanagements umfassen:1

Damit die Ziele des postoperativen Schmerzmanagements erreicht werden können, sollte der Patient umfassend informiert und aktiv eingebunden werden: Ein optimales postoperatives Schmerzmanagement beginnt schon vor der eigentlichen Operation. Im Rahmen eines präoperativen Aufklärungsgesprächs wird der Patient auch über zu erwartende postoperative Schmerzen und analgetische Möglichkeiten aufgeklärt und sollte so in die Therapieentscheidung einbezogen werden. Das kann sich auch positiv auf die Patientenzufriedenheit auswirken.2

Wie eine Auswertung des PAIN OUT-Registers aus dem Jahr 2014 ergab, steigt die Zufriedenheit bei den Patienten, wenn sie in die Behandlungsentscheidung einbezogen werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist eine höhere erfahrene Schmerzlinderung und wenn die analgetische Wirkung so gut ist, dass kein Bedarf nach einer Ausweitung der medikamentösen postoperativen Schmerztherapie besteht.2

Auch die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Schmerztherapie scheint von hoher Wichtigkeit für den Patienten zu sein und erhöht die Patientenzufriedenheit. So zeigte eine Metaanalyse von 55 Studien mit beinahe 4.000 Patienten, dass eine Patientenkontrollierte Analgesie (PCA) im Vergleich zu einer konventionellen Analgesie zu einer höheren Patientenzufriedenheit führt.3 Der enorme Stellenwert der Einbeziehung des Patienten in die Behandlungsentscheidung und Aufrechterhaltung der Behandlungskontrolle spiegelt sich auch darin wider, dass in diesem Fall selbst bei starken postoperativen Schmerzen eine verhältnismäßig hohe Patientenzufriedenheit vorliegen kann.2
 

Literatur:
1 Freys & Mohr, Allgemein- und Viszeralmedizin up2date 1 2014: 59-79; doi: http://dx.doi.org/10.1055/s-0033-1346917
2 Schwenkglenks et al., PAIN 2014; 155: 1401-1411
3 Hudcova et al., Cochrane Database Syst Rev 2006 (4): CD003348

 

Aus rechtlichen Gründen ist dieser Inhalt nur registrierten medizinischen Fachpersonal zugänglich