Schmerzentstehung


Für die Empfindung "Achtung Schmerz!" ist das Nervensystem des Körpers zuständig. Es gibt zwei Schaltstellen: Rückenmark und Gehirn.


Der schädigende Reiz (z. B. Hitze, Kälte, Schnitte, Knochenbruch, innere Verletzungen, Entzündungen) wird über elektrische Impulse zum Rückenmark geleitet. Das Rückenmark gibt den Befehl zum Reflex, der z. B. bei der Berührung von heißen Flächen das Handwegziehen auslöst. Außerdem werden im Rückenmark die eintreffenden Schmerzsignale gefiltert. Nur wenn der Schmerzimpuls hoch genug ist, erreicht die Information das Gehirn. Dort wird sie weiter verarbeitet, mit anderen Erfahrungen abgeglichen und gespeichert. Im Gehirn findet zudem die emotionale Bewertung des Schmerzreizes statt. Je nach Stimmungslage, persönlicher Erfahrung und Einstellung wird der Schmerz unterschiedlich eingestuft und wahrgenommen.


So kann ein Reiz, der uns an einem Tag stark schmerzt, an einem anderen Tag als nicht so schlimm empfunden werden.


Im Zusammenspiel zwischen Rückenmark und Gehirn wird nicht nur der Schmerzreiz verarbeitet, sondern auch gleichzeitig das körpereigene schmerzhemmende System aktiviert. So werden beispielsweise Endorphine freigesetzt, die eine natürliche Schmerzlinderung zur Folge haben.
 


Redaktionsteam