
Schmerz ist eine starke und lebenswichtige Empfindung. Wie eine Alarmglocke meldet er, dass im Körper etwas nicht stimmt, beispielsweise bei einer Verletzung oder Krankheit.
In diesem Fall ist der Schmerz, den Sie verspüren zunächst einmal eine Reaktion (= Signal) auf eine Schädigung des Körpers.
Sobald Sie einen Schmerzreiz empfinden, reagiert Ihr Körper automatisch richtig: ein Reflex veranlasst Sie weiteren Schaden zu verhindern - z.B. indem Sie die Hand schnell von heißen Flächen zurückziehen.
Gleichzeitig wird dieses Erlebnis in Ihrem Gehirn als schädliche Erfahrung gespeichert. Beim nächsten Mal sind Sie schon etwas vorsichtiger, wenn Sie sich einer heißen Platte nähern.
Im Gehirn können körpereigene Opioide (sogenannte Endorphine) ein körpereigenes, schmerzhemmendes System in Gang setzen. Endorphine sind natürliche Hemmstoffe, die die Schmerzweiterleitung unterdrücken. Vor allem in Stresssituationen kann dann der Schmerz trotz ernsthafter Verletzung kurzzeitig unterdrückt werden.
Schmerz kann auch seine Funktion als Warnsignal verlieren bzw. auftreten, auch wenn keine Verletzung vorliegt. Pathophysiologische (= krankhafte körperliche) Veränderungen oder die Psyche können hierfür verantwortlich sein.