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Schmerz und Depressivität

Wenn chronische Schmerzen das Leben eines Betroffenen in erheblichem Maße beeinträchtigen, haben sie nicht selten auch nachteilige Auswirkungen auf die Psyche. Die Folge kann zum Beispiel sein, dass die betroffenen Patienten antriebsloser werden, seltener das Haus verlassen und so mit der Zeit immer weniger Sozialkontakte pflegen. Wird diese – oftmals schleichende – Entwicklung nicht gestoppt, kann im Laufe der Zeit eine depressive Erkrankung entstehen, die die Lebensqualität weiter einschränkt und darüber hinaus möglicherweise die Schmerzsensibilität erhöht. Der Schmerz kann nämlich durch die Erkrankung stärker empfunden werden, und die Angst vor weiteren Schmerzen kann wiederum die Gemütsverfassung verschlechtern. Schmerzen und Depressionen beeinflussen und verstärken sich dann oft gegenseitig – ein Teufelskreis entsteht.

Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, bedarf es einer Therapie, in der nicht nur der Schmerz alleine, sondern die Schmerzerkrankung in ihrer Gesamtheit betrachtet wird. Dieses sogenannte multimodale Therapiekonzept berücksichtigt das Zusammenspiel von medikamentöser Therapie, psychotherapeutischen Behandlungen (wie zum Beispiel Schmerzbewältigungstraining, Entspannungsverfahren, Partnertherapie oder Wiedereingliederungstraining) und Physiotherapie.

Wenn Sie Anzeichen einer depressiven Erkrankung bei sich oder einem Angehörigen bemerken, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Auch hier gilt aber: Sie selbst können bereits viel dazu beitragen, dass es erst gar nicht so weit kommt. Die Broschüre „Der Schmerz-Werkzeugkoffer“  gibt Ihnen hierfür Anregungen, die Ihnen hoffentlich von Nutzen sein werden.


Übrigens: Einen ersten Anhaltspunkt für die Entwicklung einer Depressivität kann der ‚WHO-5-Fragebogen zum Wohlbefinden‘ liefern. Sie können den Fragebogen kostenfrei herunterladen und ausfüllen. Scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt über das Ergebnis zu sprechen.
 

Fragebogen als PDF downloaden

 

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