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Schmerz und Demenz

Eine Demenzerkrankung ist sowohl für Betroffene als auch für deren Angehörige eine große Belastung. Die Patienten leiden unter einem fortschreitenden Verlust ihrer kognitiven Fähigkeiten, bis sie irgendwann selbst ihre engsten Verwandten nicht mehr wiedererkennen. Da fast ausschließlich ältere Menschen von der Erkrankung betroffen sind, leiden viele Demenzpatienten neben weiteren altersbedingten Beschwerden auch häufig unter regelmäßig auftretenden Schmerzen. Dies stellt die Menschen, die die Betroffenen pflegen und betreuen, vor eine besondere Herausforderung. Denn aufgrund ihrer Erkrankung können sich viele Patienten nicht mehr verständlich genug artikulieren und somit auch nicht über Lokalisierung und Intensität ihrer Schmerzen Auskunft geben.

Wo keine Selbstauskunft mehr möglich ist, ist es wichtig, das Verhalten der Patienten genau zu beobachten. Hier sind Ärzte und Pfleger, aber auch Sie als Angehörige der Patienten gefordert – denn niemand kennt die Betroffenen besser. Achten Sie daher bei Ihren demenzkranken Eltern oder Großeltern insbesondere auf Abweichungen vom gewohnten Verhalten. Ist der Betroffene unruhiger oder aggressiver als sonst? Reagiert er besonders sensibel auf Berührungen? Wimmert, stöhnt oder schreit er gar gelegentlich? Die Beantwortung dieser Fragen bietet häufig die wichtigste Grundlage für eine Diagnose von Schmerzerkrankungen bei Patienten, die unter einer fortgeschrittenen Demenz leiden. Umso wichtiger ist es, dass solche nonverbalen Signale frühzeitig erkannt werden, denn Demenzpatienten haben das gleiche Schmerzempfinden wie andere Menschen, sodass den Betroffenen häufig viel Leid erspart werden kann, wenn die Menschen in ihrer Umgebung sie aufmerksam beobachten.

Weitergehende Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Informationsbroschüre „Schmerzen erkennen bei Demenz“ der Deutschen Seniorenliga e.V. Sie richtet sich vor allem an Angehörige von Demenzpatienten und kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.
 

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